Aderlass
"Wer aber viel Blut hat und völlig gefüllte Gefäße und sein Blut nicht durch Aderlaß oder Schröpfen reinigt, dessen Blut wird etwas wachsig und unkräftig werden und so verfällt der Mensch in Krankheit !" Hildegard von Bingen
Der Aderlass ist eine traditionelle naturheilkundliche Methode, bei der in kontrollierter Form eine kleine Menge Blut entnommen wird. In der Naturheilkunde wird er vor allem genutzt, um den Kreislauf und den Stoffwechsel zu unterstützen. Die Methode kann helfen, den Blutfluss zu regulieren, die Mikrozirkulation anzuregen und den Organismus sanft zu entlasten.
In der Praxis wird der Aderlass häufig zur präventiven Anwendung angeboten. Traditionell finden diese Anwendungen im Frühjahr und Herbst statt, häufig in einem Zeitraum vom 1. bis 6. Tag nach Vollmond. Er kann für Erwachsene von etwa 30 bis 100 Jahren in Frage kommen, sofern keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen.
Nicht empfohlen wird der Aderlass unter anderem bei Eisenmangel, der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder bei sehr schwacher Konstitution.
Die Entscheidung über Durchführung und Zeitpunkt erfolgt immer individuell, angepasst an die körperliche Verfassung und Bedürfnisse der jeweiligen Person.
